Zeitzeugengespräch

mit der Auschwitz-Überlebenden Batsheva Dagan am 27. November 2022

Ort

Liebfrauenkirche, Domplatz 46, 38820 Halberstadt

Termine

So, 27.11.2022, 11:00 Uhr - 12:30 Uhr

„Fragt heute!“, fordert Batsheva Dagan, Überlebende der Shoah, in ihrem Gedicht „An die, die zögern zu fragen“ die nachwachsenden Generationen auf. Die Landeszentrale für politische Bildung kommt in diesem Jahr dieser Aufforderung erneut mit einem besonderen Zeitzeugenprojekt nach. So wird die 97-jährige Auschwitz-Überlebende am 27. November um 11 Uhr bei einer Sonntagsmatinee in der Taufkapelle der Liebfrauenkirche in Halberstadt eigene Texte lesen und über ihr Schicksal sprechen. Musikalisch begleitet wird sie von:
Stephan Wapenhans, Gesang
François Régis, Piano und Komposition
Magdalena Schnaithmann, Violine
Der Eintritt ist frei.
Es gelten die aktuellen Bestimmungen der Corona-Pandemie.
Im Anschluss an das Zeitzeugengespräch ist ein Imbiss vorgesehen.
Anmeldungen erbeten per E-Mail an: netzwerk@sachsen-anhalt.de oder unter Tel.: 0391/567-6460
Das Zeitzeugengespräch ist eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Liebfrauengemeinde Halberstadt.

Zur Person: Batsheva Dagan
Batsheva Dagan stammt aus einer polnisch-jüdischen Familie und ist 1925 in Łódź (Polen) als Isabella Rubinstein geboren worden. Sie war das achte von neun Kindern. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gingen fünf Geschwister in die Sowjetunion, die zurückbleibende Familie flüchtete nach Radom. Nach der Besetzung der Stadt wurde die Familie 1941 in das örtliche Ghetto gezwungen. Später schaffte sie es, unter falschem Namen nach Deutschland zu fliehen, wurde dann doch verhaftet und kam ins Vernichtungslager Auschwitz. Auf einem der Todesmärsche kam Batsheva Dagan am Ende des Krieges 19-jährig zurück nach Deutschland, wo sie am 2. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurde. In Israel begann sie ein neues Leben, gründete eine Familie und ließ sich den hebräischen Namen geben, den sie bis heute trägt. Dort wurde sie Psychologin, Erzieherin und Dozentin in der Lehrerausbildung. Sie verfasste zahlreiche Bücher zur Holocaust-Education für Kinder.

Foto: LpB/Viktoria Kühne

Zeitzeugin