Ökumenisches Friedensfest am Halberstädter Dom

09.08.2018

Am Samstag, dem 18. August 2018 wird am Halberstädter Dom zum Ökumenischen Friedensfest wie in jedem Jahr für den Frieden und die Einheit der Kirche gebetet. Das Friedensfest wurde in seiner traditionellen Form seit der Reformation über 250 Jahre gemeinsam von evangelischen und katholischen Domherren am Dom gefeiert. Es diente dem Domkapitel zur Stärkung seiner Gemeinschaft. Der Gedanke des Miteinanders aller Christen in Frieden trägt die Idee der Veranstaltung bis heute.

Das Programm beginnt um 18 Uhr mit einer ökumenischen Vesper, die von der Choralschola gesungen wird. In intensiven Proben bereiten sich die Brüder der Huysburg und Sänger der Halberstädter Gemeinden auf die Gesänge vor. Bruder Jakobus Wilhelm vom Kloster Huysburg leitet den Chor seit Jahren an.

Eine lange Tafel im Kreuzgang wird im Anschluss zum Ort des Gesprächs und der Stärkung. Alle Gäste und Beteiligte des Festes sind eingeladen zum traditionellen Friedensmahl, das auch in diesem Jahr durch die Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH und die Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH unterstützt wird. Gemeinsam am Tisch zu sitzen und Speisen zu teilen, ist seit jeher ein Zeichen für Gemeinschaft und Frieden.

Ab 20 Uhr spricht die Theologin und Autorin Dr. Annette Schleinzer in der Winterkirche am Dom über die französische Mystikerin Madeleine Delbrêl, der sie ihr 2014 erschienenes Buch „Die Liebe ist unsere einzige Aufgabe“ gewidmet hat. Delbrêl lebte bis 1964 als Sozialarbeiterin in einem Pariser Vorort in einem vorwiegend kommunistisch geprägten Umfeld. Obwohl durchdrungen vom christlichen Glauben, will sie nicht bekehren, sondern in Wertschätzung und Respekt den Menschen begegnen. Annette Schleinzer studierte eine Vielzahl der Vorträge, Reden und Schriften Delbrêls. Als Hauptanliegen der französischen Vordenkerin formulierte sie die Aufgabe der Kirche, in der Begegnung mit gottfernen Menschen, offen und kreativ zu sein, eigene Traditionen zu hinterfragen und notfalls auch zu ändern. Die Parallelen zur aktuellen Situation der Kirche, aber auch zur Realität zur Zeit des gemischtkonfessionellen Domkapitels am Halberstädter Dom sind unverkennbar und sollen der Friedensfestgemeinde neue Impulse geben.

Mit dem ökumenischen Gebet zur Nacht, einem Teil der traditionellen Liturgie aus dem mittelalterlichen Fest, klingt das ökumenische Friedensfest um 21 Uhr aus, das Programm am Dom ist aber noch lange nicht vorbei.

In diesem Jahr beteiligt sich der Dom erstmals an den „Sommerhöfen“ und hält den Kreuzgang bis 23 Uhr geöffnet. Die sommerliche Kulturnacht, die zum dritten Mal stattfindet, kredenzt wieder eine volle Packung Kultur - Rock, Pop, Klassik, Sommerkino, Tanz, das Kulinarische nicht zu vergessen. Von der Martinikirche bis zum Burchardikloster öffnen die Höfe von 19 bis 24 Uhr ihre Tore.

Im Domkreuzgang wird im Anschluss an das Friedensfest die Band „without“ deutschen und englischen Pop spielen. Kulinarisch bietet die Evangelische Kirchengemeinde unter anderem einen „Nachklang“ auf das Friedensmahl mit Eintopf, Halberstädter Würstchen und Dombrot. Kooperationspartner sind das Cecilienstift Halberstadt, die Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik sowie die Halberstädter Bäcker und Konditoren.

Um 23 Uhr erwartet alle Nachtschwärmer ein Friedenskonzert im Dom. Dies gestalten Pär Engstrand (Percussion, Kontrabass, Nyckelharpa), Christian Lontzek (Dudelsack, Tin whistle, Gesang), Claus-Erhard Heinrich (Orgel, Piano) und Thomas Borchmann (Texte).



HBS Friedensfestzoom

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