Verfassung, Finanzen und Seelsorge

11. Dez 2025

Konvent der GKR-Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter

Mehr als 40 Frauen und Männer waren der Einladung des Kirchenkreises ins Kloster Drübeck gefolgt zum ersten Konvent der Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der neu gewählten Gemeindekirchenräte. Das Kloster Drübeck bot dafür den angemessenen Raum mitten im Advent. 

In ihrem geistlichen Impuls zu Beginn legte Pfarrerin Dr. Saskia Lieske zwei Verse des bekannten Liedes „Macht hoch die Tür“ aus: Unser Alleinstellungsmerkmal als Kirche ist der Dreieinige Gott, der in unsere Herzen einzieht und von uns weitergegeben wird. Diese Weitergabe gelingt dann besonders gut, wenn jede und jeder für sich selbst eine Antwort auf die Frage hat: Wer ist Gott für mich?

Durch den Abend leitetete Superintendent Jürgen Schilling. Nach einer Vorstellungsrunde gab es viel Wissenswertes, zunächst Zahlen zur GKR-Wahl: Stand jetzt (es liegen noch nicht alle Meldungen aus den Gemeinden vor) wurden in 43 Gemeinden 308 Älteste und deren Stellvertretende gewählt, deutlich mehr Frauen (254) als Männer (154). Im Durchschnitt gehören zehn Gewählte einem Gemeindekirchenrat an, den größten Gemeindekirchenrat gibt es im Kirchspiel Am Huy, in dem die neun Gemeinden durch 25 Mitglieder repräsentiert werden. Die Altersspanne der Kirchenältesten bewegt sich zwischen 16 und 81 Jahren, etwa 100 sind neu im Kirchenältestenamt. In 20 Gemeindekirchenräten wechselte der Vorsitz.

Danach folgte anhand der Verfassung unserer Landeskirche ein Blick auf die Aufgaben von Kirche sowie das Organigramm von Landeskirche, Kirchenkreis und Kreiskirchenamt. Letzteres erklärte Amtsleiter Eckart Grundmann.

Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Sebastian Beutel, machte mit ausgelegten Euro-Scheinen anschaulich, wie unsere Kirche finanztechnisch funktionert, welche Fonds wodurch gefüllt werden, wofür sie zur Verfügung stehen und wie und wo entsprechende Anträge auf Förderung gestellt werden können. 

Nach einer Pause am kalten Büfett wurden in vier Kleingruppen Fragen, Anregungen, Wünsche und Hinweise aus den Gemeinden diskutiert. Dabei ging es um Themen wie die Vertretung in der Jagdgenossenschaft, die Möglichkeit der Auszahlung einer Ehrenamtspauschale, einen Besuchsdienstkreis mit Fortbildung der Ehrenamtlichen sowie die Namensfindung für die größer werdenden Bereiche im Kirchenkreis. Während in der einen Gruppe angeregt diskutiert wurde, wurde in einer anderen auch herzlich gelacht.

Schließlich gab Superintendent Schilling mit, was in den kommenden Wochen und Monaten auf der Tagesordnung der Sitzungen Platz finden soll, u.a. die Entsendung in die Kreissynode sowie die Befassung mit dem Gewaltschutzkonzept des Kirchenkreises. Zum Mitnehmen gab es den Leitfaden für die Antragstellung und ein von der Landeskirche erstelltes Heft zu den rechtlichen Grundlagen der Arbeit im Gemeindekirchenrat. Mit dem Reisesegen endete der Konvent.

Ein voller, gelungener Abend für alle Beteiligten.

Text und Fotos: Ursula Meckel