Verabschiedung Kantor Marc Holze

30. Sep 2025

Im Dezember 2021 kam Marc Holze als „Interim“, also Zwischenlösung, nach Quedlinburg, ein halbes Jahr später wurde er gewählt und ihm die anspruchsvolle Stelle des Kantors übertragen.


Die Aufzählung der Aufgabenbereiche umfasste viele Punkte und Superintendent Jürgen Schilling zählte sie in seiner Ansprache zur Verabschiedung am 28. September 2025 in der St.Nikolai-Kirche auf um festzustellen: Es ist ein besonders hohes Arbeitspensum, eine große Menge an Aufgaben in einer kleiner werdenden Kirche. Dazu gehört die Leitung unterschiedlicher Chöre, der Quedlinburger Musiksommer, Kontakte zu Ehren- und Hauptamtlichen in der Gemeinde und außerhalb u.v.a.m. 


Im Abschlussgespräch fragte er den Musiker: „Steht über Ihrem Weggehen für Sie mehr die Über¬schrift „Abschied“ oder eher „Aufbruch“? Und er sagte: Aufbruch.“ 


Einer der Lieblingschoräle von Marc Holze ist „Wir pflügen und wir streuen“. Dazu der Superintendent:
„Das Lied nimmt die Spannung auf, unter der wir als Menschen stehen: Wir können in unserem Leben sehr viel wollen, wir streben nach dem Besten, dem Höchsten, und wir stellen ja auch tatsächlich, jede und jeder von uns, viel auf die Beine. Zugleich stoßen wir immer wieder an Grenzen. Und müssen feststellen: Vieles liegt dann doch nicht in meiner Hand. Ich würde gern, aber … Die Konsequenz: Ich muss auch abgeben können. „Wuchs und Gedeihen“ ist dann Gottes Sache. Und der geht manchmal andere Wege, als es uns gefällt. Darüber dennoch dankbar bleiben, ist ein Geschenk unseres Glaubens! Und auf Neues hoffen, auf den Neubeginn setzen-können ebenso.“


Vor der Entpflichtung von seinem Dienst sagte Jürgen Schilling: „Wir sagen Danke: Danke für allen Einsatz. Für jeden Ton und jeden Taktschlag, für jede Probe und jedes Konzert, sogar für jedes Podest, für das Sie sich verantwortlich sahen, und jede Abrechnung, die erfolgt ist. Danke insbesondere für die Ihnen innewohnende Freundlichkeit, Bescheidenheit, Zugewandtheit. Wir hoffen, dass Quedlinburg ein Platz in Ihrem Herzen behält. Wir setzen darauf, dass Ihnen die Erfahrungen, die Sie hier machen durften, ein Gewinn sind. Für den Übergang und den Neubeginn in neuer Stelle wünschen wir Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen.“


Bewegend war, wie viele mit zum Altar kamen, um ihm segnend die Hände aufzulegen.


Von Catherine Wünschiers, der GKR-Vorsitzenden, gab es Dankesworte und einen großen Blumenstrauß und im Anschluss an den Gottesdienst weitere Grußworte und Segenswünsche bei Sekt und Häppchen und Dankesworte von Marc Holze.

Gott hilft uns anzunehmen und loszulassen.
Gott trägt uns durch den Abschied hindurch.

Fotos: Anne Fuhrmann