14. Dez 2025
Einsegnung und Entsendung „Qualifizierter Lektor/innen“
Vier Frauen und ein Mann haben sich in den vergangenen Monaten durch Pfarrer Arnulf Kaus zu „Qualifizierten Lektor/innen“ ausbilden lassen. Das befähigt sie dazu, selbstständig oder im Team Lesegottesdienste zu gestalten. Am Sonntag, dem dritten Advent 2025, wurden sie in der Winterkirche des Halberstädter Domes für diesen Dienst eingesegnet und entsandt.
In drei Seminarblöcken wurde zuvor unter anderem der liturgische Aufbau eines Gottesdienstes erklärt und eingeübt und nun werden sie das Erlernte vorwiegend in den Pfarrsprengeln ihrer Heimatgemeinden umsetzen: Dardesheim, Dingelstedt, Elbingerode, Pabstorf und Wehrstedt (Halberstadt).
In seiner Predigt ging Arnulf Kaus zunächst auf das Wochenlied „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Jochen Klepper ein, beschrieb anschaulich die Wohnung und das Umfeld der Familie, vor allem jedoch ihre schwere persönliche Situation in der Nazizeit. Trotz des tragischen Endes der Familie schimmert Licht gegen das Dunkle an.
Auch Christen heute kennen das, wenn auch nicht in derartig bedrohlicher Weise: Wir leben sowohl im „schon jetzt“ wie im „noch nicht“. Da ist Hoffnung, wo es jetzt noch Dunkles zu ertragen gilt. Im zweiten Teil der Predigt ging es um Johannes den Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet.
Superintendent Jürgen Schilling und Pfarrer Arnulf Kaus segneten die fünf Menschen einzeln ein, nachdem die Ausgebildeten per Handschlag versprochen hatten, mit Gottes Hilfe, zu seiner Ehre und zum Besten der Gemeinde die zukünftigen Aufgaben gewissenhaft zu übernehmen.
Zwei Frauen aus dem Lektorenrat der Landeskirche begrüßten die „Neuen“, sicherten ihnen Unterstützung zu und nach einer Geschichte überreichten sie symbolische kleine Geschenke. Diese ergänzten die Urkunden und Blumen, die zuvor mit guten Wünschen überreicht wurden.
Einen Strauß und Dankesworte bekam auch Arnulf Kaus als wertschätzenden Dank für seine Arbeit.
Wie es sich für einen Adventsgottesdienst gehört wurde viel gesungen, einfühlsam und virtuos begleitet von KMD Claus-Erhard Heinrich, so dass Mitsingen auch bei sieben Strophen nicht langweilig wurde.
Ein schöner Gottesdienst, der nicht nur den fünf Entsandten in guter Erinnerung bleiben wird.
Text und Fotos: Ursula Meckel




















