„Fels in der Brandung“ in Langenstein

01. Mär 2026

Was Hoffnung gibt: Dank an Ilse Brüser

Es gibt ja Menschen, wenn die in einen Raum kommen, geht die Sonne auf und in der Regel wissen sie das gar nicht und es wird ihnen auch viel zu selten gesagt. Eine von ihnen ist Ilse Brüser, die gute Seele der Kirchengemeinde Langenstein.


Am Sonntag, dem 1. März 2026, strahlte auch die echte Sonne vom Himmel und Ilse Brüser sorgte sich, ob denn ein paar Leute zum Gottesdienst am Nachmittag kommen würden, damit der Superintendent nicht vor halbleeren Stuhlreihen predigen muss.


Sie staunte nicht schlecht, als nahezu Massen herbeiströmten, die Franziskuskapelle sich schnell füllte, so dass alle verfügbaren Stühle herangeschleppt wurden und zusätzliche Bänke gestellt werden mussten. Konstantia Schöps an der Orgel und ein exzellentes Bläserquartett begleiteten den kräftigen Gemeindegesang.


Was sie nicht ahnte: Der gute Besuch galt ihr, denn im zweiten Teil des Gottesdienstes wurde ihr ganz offiziell gedankt für jahrzehntelanges Engagement in der Gemeinde und im Kirchenkreis.


Konstantia Schöps – mit der sie oft im Doppelpack auftritt – zählte in einer kleinen Laudatio auf, wofür alles gedankt werden kann: Gremienarbeit im Gemeindekirchenrat, dem Ortsbeirat, dem Kreiskirchenrat, der Kreissynode. Dazu ihr Einsatz für Pfarrhaus und das dazugehörige Gelände, praktisches Tun, Kochen ohne Ende, gewinnen von Menschen zur Mitarbeit, Besuche mit Hilfeleistungen und beste Erreichbarkeit per Telefon, Mail und WhatsApp – und das mit inzwischen stolzen 86 Jahren. Die Liste blieb unvollständig.


Anerkennende freundliche Worte von Superintendent Jürgen Schilling, eine Dankurkunde vom Landesbischof, ein bunter Blumenstrauß von der Kirchengemeinde, Standing Ovations der Anwesenden, die aus ihrer Familie, der Gemeinde und dem Kirchenkreis gekommen waren.


Ilse Brüser hat sich ehrlich gefreut, natürlich den Dank weitergegeben an die vielen Mitstreiter/innen, die sie selbst immer wieder motiviert hat.


Alles passte gut zur Predigt von Jürgen Schilling über das, was uns Hoffnung gibt, trotz allem Beunruhigenden und Ängstigenden in der Welt der Nachrichten. 


Beim anschließenden Kaffeetrinken im Pfarrhaus kursierten noch Anekdoten. Zum Beispiel wie es ihr gelang, bei einer mehrtägigen Freizeit mit fast 100 Jugendlichen und Familien so einzukaufen und zu kochen, dass am Ende alle satt und zufrieden waren: Die verwöhnten leicht mäkligen Jugendlichen ebenso wie die fast schon militanten Vegetarier – das ist echtes Können.


Dabei ist sie immer fröhlich, ihre Güte strahlt aus, ihre Herzlichkeit wärmt – in fast 50 Jahren habe ich sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und andere sicher ebenfalls nicht.


Auch die ehemalige Superintendentin gratulierte dem „Fels in der Brandung“ . 

Schön, dass ihr das so deutlich gesagt und gezeigt werden konnte.


Text und Fotos: Ursula Meckel