Campfire

25. Aug 2025

Ein langes Wochenende mit Jugendlichen in Hohegeiß

Endlich war es soweit: Am 21. August machten sich nach Schulschluss Reisebusse aus Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg auf den Weg und brachten fast 100 Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren aus dem gesamten Kirchenkreis nach Hohegeiß. Dort wurden sie von zahlreichen Mitarbeitenden begrüßt. An dem Wochenende wirkten Hauptamtliche, aber vor allem auch viele Jugendliche und junge Erwachsene als Teamer mit.

Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Jolina, Helena und Moritz aus Elbingerode führten als Moderationsteam durch die Eröffnungsshow wie auch das gesamte Campfire-Programm. Dem Namen entsprechend klang der Abend am Lagerfeuer mit Stockbrot, Marshmallows und passenden Liedern aus.

Freitag und Samstag gab es für die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm. Vormittags beschäftigten sie sich in den Gruppen ihrer Heimatgemeinden mit Mose. Waren sie, wie Mose am Dornbusch, schon mal Gott begegnet? Und wie ist das eigentlich mit Aufgaben, die man erledigen muss oder mit denen man beauftragt wird? Wovor fürchtet man sich da? Und was macht Mut und stärkt? Für solche und weitere Fragen war am Vormittag Raum.
Nachmittags luden eine ganze Reihe von Workshops dazu ein, aktiv zu sein. Für die Kreativen gab es Gelegenheit, mit Linolschnitten Karten zu drucken, Federmappen zu besticken oder Seife herzustellen. Wer es lieber sportlich mochte, konnte beim Jugger und Tanzen seine Energie rauslassen – oder beim Bogenschießen sich fokussieren. Abenteuerlustige bauten Raketen oder lernten, ein Feuer zu machen. Dabei war Geduld gefragt, aber an beiden Nachmittagen schafften es die Jugendlichen, ein Lagerfeuer zum Brennen zu bringen. Währenddessen war immer wieder das Zischen der Raketen zu hören, die beeindruckend hoch flogen.

Freitagabend verwandelte sich das Camp-Gelände in das Land Catan. Wie beim Brettspiel mussten die Jugendlichen Siedlungen oder Städte bauen und dafür Rohstoffe sammeln, die auf dem Gelände verteilt waren. Erschwert wurde die Suche jedoch durch Räuber, die die Jugendlichen immer wieder überfielen.
Samstagabend ging es ruhiger zu. Die Elbingeröder Jugend hatte zunächst einen Segnungsabend vorbereitet. Hier war Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen. Mitarbeitende standen für Segen, Gebet und Gespräche zur Verfügung, was viele Jugendliche auch nutzten. Anschließend wurde die Kirche zur Tanzfläche und silent disco stand auf dem Programm. Vielen war das bereits von der ChurchNight bekannt, andere hatten schon einiges davon gehört, sodass die Vorfreude groß war.

Schließlich neigte sich das Campfire dem Ende entgegen und wurde mit einem Gottesdienst am Sonntag abgeschlossen, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. Hauptamtliche spielten dabei nur Statisten- und Nebenrollen. Stattdessen führte das Moderationsteam durch den Gottesdienst, Jugendliche übernahmen Gebete, Lesung, die musikalische Gestaltung (unter der Leitung von Pfarrer Arnulf Kaus, der das gesamte Wochenende die Band mit wechselnden Besetzungen leitete) – und sogar die Predigt. Immer wieder gab es stürmischen Beifall für die Jugendlichen, und auch für Gott, der die jungen Menschen mit so vielen Talenten gesegnet hat.

Die meisten waren sich einig: Das Campfire soll keine Eintagsfliege sein. Erste Planungen für 2026 laufen. Davor gibt es schon bald für alle ein Wiedersehen bei der ChurchNight in Elbingerode am 27. September 2025.

Text: Saskia Lieske
Fotos: Helena Fricke, Frank Freudenberg, Tobias Gruber, Johann Seevers