Neinstedt

27. Apr 2014

Vorstellung der Konfirmandinnen und Konfirmanden

Konfivorstellung Neinstedt

Die meisten Konfirmationen in unserem Kirchenkreis finden zu Pfingsten statt. Davor gibt es in den Gemeinden besondere Gottesdienste: Die Konfirmandenvorstellung.

Am 27. April stellten sich in der St.Katharinengemeinde in Neinstedt neun junge Leute aus den beiden Neinstedter Gemeinden und Thale vor. Sie beteiligten sich am Gottesdienst durch die Mitwirkung bei der Liturgie, bei Gebeten und der Lesung des Evangeliums. Pfarrer i.R. Egbert Grimm spielte beschwingte Melodien auf der Orgel, teilweise begleitet von einem Trompeter und die Gemeinde sang kräftig mit.

In Vertretung der erkrankten Amtsinhaberin hatte Superintendentin Angelika Zädow die Verantwortung für den Gottesdienst, sie wird auch die Konfirmation halten.

In ihrer Predigt über Jesaja 40 beschrieb sie Situationen des Fremdseins und sagte unter anderem: „Jeder von uns kennt aus seinem Leben ähnliche oder auch ganz andere Situationen, die belasten, in denen wir traurig, ratlos, manchmal sogar verzweifelt sind. So wie ein Adler werden wir nicht werden, wir haben eine andere Möglichkeit: der Prophet beschreibt sie mit dem alten Wort: „harren“ -  was so viel heißt wie warten und zugleich hoffen und vertrauen. Das ist eine Haltung, die im Gegensatz zu dem Adlerbild so passiv klingt – und doch ist sie meiner Überzeugung nach die Voraussetzung, um  wieder stark, kraftvoll und mutig zu werden. Warum?

Es ist die Haltung, die niemand anderes als Christus uns vorlebte. Und wir als seine Nachfolgerinnen und Nachfolger sollen es ihm gleich tun. Er zog sich zurück, wenn es zu viel wurde, er nahm sich Zeit wenn er sie brauchte. Aber nicht einfach Ruhe und Zeit alleine -  nein er füllte sie mit dem, was wir heute Beten nennen. ... Und dann vielleicht gar nichts sagen, sondern nur still sein; nur Ruhe, nur Schweigen, mein Leben, meine Situation, meine Sorgen und meine Angst nicht mehr als in dieser Stille Gott hinhalten. Und irgendwann kommt dann ein Wort, ein Gedanke, vielleicht aus einem alten Gebet, vielleicht etwas, das jemand zu uns sagte, in jedem Fall aber ein Wort, das weiter führt, das tröstet, das wie ein Licht ist, das den Nebel lichtet und einen Weg zeigt: hinaus aus der Sorge und der Not. Ein Wort, das einen neuen Anfang möglich macht, das mich aufstehen lässt. Das mich frei macht von dem, was ich an Schmerz erlebte. … Euch und Ihnen wünsche ich viele solcher Momente, in denen Sie neu Mut und Hoffnung schöpfen können.“

Zu Beginn der Vorstellung durfte die Gemeinde erraten, welcher Name zu welcher Person gehörte – Verwandte durften sich natürlich nicht beteiligen – und siehe da: Man kannte die Konfis und das lässt hoffen, dass sie auch nach ihrer Einsegnung in den Gemeinden zu sehen und zu erleben sind.

Pastorin Ursula Meckel

Pieta
Dom Halberstadt innen

Fotos: Ursula Meckel

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