Neinstedter Stiftung

27. Sep 2014

Gedenken an Opfer der Euthanasie

Am 27. September 2014 gedachte die Neinstedter Stiftung der Euthanasie-Opfer. Am Mahnmal an der Lindenhofskirche erinnerten Ingeborg Hirt, Vorsitzende des Angehörigen- und Betreuerbeirates, und Diakon Hans Jaekel, Vorstand der Stiftung, an insgesamt 744 Menschen aus Neinstedt, die aufgrund ihrer geistigen Behinderung von den Nazis als „lebensunwert“ eingeschätzt und zwischen 1938 und 1943 in sogenannten Landesheilanstalten umgebracht wurden. In diese Verbrechen waren auch Neinstedter Mitarbeiter direkt verstrickt.

Dieser historische Hintergrund mache es geradezu zwingend, so Ingeborg Hirt, sich heute unserer Geschichte zu stellen und an unser Versagen zu erinnern. Dies bilde auch den Auftrag, sich nicht unpolitisch zurückzuziehen, sondern sich aktiv in gegenwärtige Diskussionen einzumischen. Als Bespiel nannte sie die Diskussionen um die Sterbehilfe und die pränatale Diagnostik.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung, an der rund 40 Personen teilnahmen, vom Posaunenchor Neinstedt.


Christian Mühldorfer-Vogt

Leiter Öffentlichkeitsarbeit

NA

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