29. Aug 2013
In vier Exponaten wurde heute im Domschatz Halberstadt eine Seite umgeblättert
Im Halberstädter Domschatz wurde umgeblättert! Restauratorin Cornelia Hanke schlug heute in vier der ausgestellten mittelalterlichen Handschriften eine andere Seite auf. Mit dabei sind die Höhepunkte der Sonderausstellung „Purpur, Gold und Gottes Wort. Die mittelalterlichen Handschriften des Halberstädter Domschatzes". Das Evangeliar aus dem 9. Jahrhundert, die großformatige Halberstädter Bibel aus dem 13. Jahrhundert, das reich illuminierte Zemeka-Missale aus dem 13. Jahrhundert und ein Lektionar des 10. Jahrhunderts zeigen sich nun von einer anderen Seite.
Die Handschriften zählen zu den versteckten Kostbarkeiten des Halberstädter Domschatzes. Während die Gewänder und Teppiche, die Goldschmiedearbeiten, Skulpturen und Gemälde in der Ausstellung präsent sind, begegnen den Besuchern die Handschriften der Sammlung an keiner Stelle. Bis zum 3. November 2013 sind in der Sonderausstellung etwa ein Dutzend der handgeschriebenen Schätze im Domschatz zu sehen, die meisten davon erstmalig. Dabei können die äußerst empfindlichen Werke nur zeitlich begrenzt geöffnet und dem Licht ausgesetzt werden.
Die Ausstellung ermöglicht selten bis nie gezeigte Einblicke in die Buchkunst des Mittelalters und den Alltag am Halberstädter Dom ermöglichen.
Kontakt:
Domschätze Halberstadt und Quedlinburg
Claudia Becker M.A.
Ev. Kirchspiel Halberstadt
Domschatz-Verwaltung
Domplatz 16a
38820 Halberstadt
Tel. 03941 – 24 23 7
www.dom-und-domschatz.de


Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Juraj Liptak