Reformationstag

31. Okt 2011

Ökumenischer Stadtgottesdienst in der Halberstädter Liebfrauenkirche

Mit soviel Andrang hatte das Vorbereitungsteam um Pfarrer Friedrich Wegner nicht gerechnet, denn die 150 Liedblätter waren schnell vergriffen und die Liebfrauenkirche bis auf den letzten Platz besetzt. Zusammen mit Pfarrerin Hannah Becker vom Cecilienstift, dem katholischen Pfarrer Norbert Sommer sowie Superintendentin Angelika Zädow stellte sich Pfarrer Wegner dem Thema "Reform - Reformation - brauchen wir einen neuen Martin Luther der Finanzmärkte?"

Aus vier biblischen Perspektiven wurden Denkanstöße gegeben und Fragen zum Umgang mit dem Geld aus Sicht des Glaubens gestellt.

Die angeregten Gespräche und lebhaften Diskussionen beim Kirchkaffee und noch weit danach zeugten vom großen Interesse der Besucher. Deutlich wurde der Wunsch geäußert, an dem Thema "dran" zu bleiben. Superintendentin Zädow sieht die Rolle der Kirche vor allem in zweifacher Hinsicht: zum einen in dem Anstoß eines Diskussionsprozesses mit Vertretern aus Witschaft, Politik und Kirche, dessen Ziel "eine Selbstverpflichtung der Beteiligten zu angemessenem Lohn, Kappung überhöhter finanzieller Erträge und eine Umverteilung zugunsten der Schwachen" sein solle. Einen Ausgangspunkt biete die Denkschrift der ekd aus dem Jahre 2008: "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive".
Zum anderen könne innerhalb der Gemeinden ein Forum eröffnet werden, das unter dem Thema „Kultur des Verzichts und der Verantwortung“ stehe und Antwortmöglichkeiten findet auf die Frage: auf was konkret kann ich wie verzichten, um anderen etwas zu ermöglichen.
"Eine Eröffnung solcher Gespräche", so Zädow weiter, "das wäre wirklich im Sinne Luthers, der mit seinen 95 Thesen ja auch einen Diskussionsprozess in Gang setzen wollte."

Reformationsgottesdienst
Dom Halberstadt innen

Rund 200 Besucher in der Liebfrauenkirche

Fotos: Martin Saß 

 

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