06. Jan 2011
Dieses Fest im Dom/Winterkirche zu Halberstadt richtet sich vor allem an die Bewohner/innen der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber
Wie auch schon im Vorjahr fand am 6.1.2011 das traditionelle „Drei Königsfest“ im Dom/Winterkirche zu Halberstadt statt.
Circa 200 Teilnehmer/innen wollten bei diesem Fest dabei sein und sich überraschen lassen. Dieses Fest richtet sich vor allem an die Bewohner/innen der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZaSt) aus Halberstadt. Viele Christen/innen aus 20 Nationen leben derzeit in der ZaSt. Sie kommen aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak, um nur einige zu nennen. Gemeinsam verbrachten wir einen überraschend anderen Nachmittag.
Zu Beginn stand eine Andacht unter der Leitung von Pfr. Günther, in der wir erfahren haben woher die Weisen kamen und welche Bedeutung ihre Geschenke für uns Christen haben. Die Winterkirche war erfüllt vom Duft des Weihrauchs den die Sternsinger der katholischen Gemeinde mitbrachten. Sie sangen uns Lieder und Segneten die Winterkirche.
Gemeinsames Singen und Beten wurde immer wieder durch heftigen Beifall umrahmt, der die Freude der Menschen zum Ausdruck brachte. Mir wurde immer wieder deutlich wie sehr Gottes Geist an diesem Nachmittag durch den Dom wehte. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt, viele fleißige Hände brachten Kuchen und Kaffee.
Als kleine Überraschung besuchte uns Peter Grunwald vom Kloster Michaelstein aus Blankenbug. Sein Kleinbus war übervoll mit verschiedensten Trommeln und anderen Rhythmusgeräten. Kaum standen die Trommeln in der Kirche, schnappten sich einige Männer sogleich welche und die Winterkirche verwandelte sich in wenigen Augenblicken, in einen orientalischen Klangraum. Es wurde gelacht, getanzt und wie wild getrommelt. Unter der Anleitung von Peter Grunwald haben Gemeindeglieder zusammen mit den Gästen aus der ZaSt „non – verbal - kommuniziert“, allein die Trommeln waren unsere Stimmen. Zu unserer Überraschung funktionierte diese Art des „Sprechens“ sehr gut!
Bis 16Uhr wurde gefeiert und erzählt, mir persönlich hat dieses Fest meinen eigenen Blick auf die Asylbewerber geschärft und ich bin froh, dass es diese Veranstaltung gibt.
Allen die geholfen haben dieses Fest zu organisieren und durchzuführen möchte ich noch einmal recht herzlich danken.
Christian Lontzek
Gemeindepädagoge