Visitenkarte der Kirche

Langenstein

 Langenstein

Langenstein ist sehenswerter Ort am Fuße des Hoppelberges 7 km von Halberstadt entfernt. Von den 2036 Einwohnern gehören 417 Erwachsene und Kinder zur Evangelischen Kirche. Seit dem Jahr 2000 ist die Kirchengemeinde Langenstein ein Teil des Evangelischen Kirchspiels Halberstadt.

Diese Kirche gehört zum Kirchspiel Halberstadt:

- Dom St. Stephanus Halberstadt
- St. Johannis Halberstadt
- St. Laurentius Halberstadt
- St. Martini Halberstadt
- St. Moritz Halberstadt
- Klein Quenstedt
- Langenstein

Zuständige Pfarrstelle:

Herr Gemeindepädagoge
Thomas Klemm
Moritzplan 1
38820 Halberstadt
Telefon: (03941) 623344
Telefax: (03941) 441979
E-Mail: vwollny@web.de

Ansprechpartner:

Vorsitzender des Gemeindekirchenrates
Herr
Frieder Liebrich
Mozartstr. 2
38820 Halberstadt
Telefon: (03941) 443921
E-Mail: fliebrich@t-online.de

Pfarrhaus Langenstein:

Unter den Weiden 1
38895 Langenstein

Aktive Gruppen, regelmäßige Gemeindeveranstaltungen

Frauenkreis einmal im Monat freitags um 19.30 Uhr im Pfarrhaus
Leitung: Frau Dietlinde Kappe, Frau Adelheid Stein

Junge Gemeinde Langenstein jeden Dienstag um 19 Uhr im Pfarrhaus
Leitung: Jugenddiakon Veit Kuhr

Kinderkirche jeden Donnerstag von 15 - 16 Uhr im Pfarrhaus
Leitung: Gemeindepädagoge Thomas Klemm

Höhepunkte und besondere Aktivitäten

Herausragend ist das ehrenamtliche Engagement des Örtlichen Beirates und vieler anderer Gemeindeglieder. Sie machen es möglich, dass einmal im Vierteljahr die Jubilare über 70 Jahre zu einem „Geburtstagskaffeetrinken“ eingeladen werden, dass Kinder in der Adventszeit mit einem Ständchen ältere Gemeindeglieder erfreuen und zum 4.Advent ein Krippenspiel einstudiert wird.

Projekt „Langensteiner Glockenturm“

Im Jahr 1977 wurde die St. Nikolaikirche zu Langenstein auf Geheiß der DDR-Behörden gesprengt. Die Kirche, die aus dem Jahr 1888 stammte, war prägend für den Ortskern. Bei der Entscheidung für die Sprengung mischten sich baupolizeiliche (Schwammbefall) mit kirchenpolitischen (Langenstein als sozialistisches Dorf) Beweggründen. Der Verlust der Kirche wird von den Langensteinern bis heute als offene Wunde ihres Dorfes empfunden.

Die evangelische Kirchengemeinde nutzte seither für ihre Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen das Pfarrhaus. Bei besonderen Festtagen war sie zu Gast in der katholischen St. Franziskuskapelle in der Dorfstraße.
Seit ca 5 Jahren verfügt die Gemeinde wieder über eine Glocke. Es handelt sich hierbei um eine Schenkung der Altstadtgemeinde in Magdeburg. Die Glocke wurde 1694 vom Magdeburger Gießer Arendt Greten für die Heilig Geist Kirche in Magdeburg gegossen. Nach deren Zerstörung im Gefolge des 2. Weltkrieges war sie in Wegeleben zu hören. Von dort kam sie nach Langenstein. Die Glocke ist in F gestimmt und wiegt ca. 1.000 kg.

In der Diskussion um die Aufstellung der Glocke entschied sich die Kirchengemeinde für den Standort vor der katholischen Kapelle. Ausschlaggebend waren folgende Argumente:

  • Der Glockenturm sollte im Dorf stehen.
  • Die Kapelle selbst hatte keine Glocke.

Das beinhaltete zweierlei Erwartungen für die Zukunft:

  • Die beiden christlichen Gemeinden in Langenstein werden in ihrer Zusammenarbeit durch das Glockenprojekt gestärkt.
  • Der Dorfkern erhält durch den Glockenturm ein markantes Gestaltungselement

Im Sinne eines solchen „Ökumenischen Projektes“ konnte als Sponsor die Nordsaat Saatzucht GmbH Saatzucht Langenstein gewonnen werden, die sich mit einer beträchtlichen Summe beteiligt hat. Weitere Mittel kamen durch eine Haus- und Straßensammlung im Ort zusammen. Gefördert wurde das Projekt vom Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung und vom Kirchenkreis Halberstadt.

Am 31. Oktober 2003 wurde Richtfest gefeiert. Die Glockenweihe fand am 13. Dezember statt. Bischof Axel Noack aus Magdeburg stellte die Glocke in den Dienst der Gemeinden. Die katholische Kirche wurde von Pater Petrus Henke (Huysburg) vertreten. Als Glockenpatin gab Frau von Rhade (GKR_Mitglied) der Glocke den Namen „Oecumenica“. Der Vors. des Gemeindekirchenrates, Frieder Liebrich, versenkte im Betonsockel eine Dokumentenhülse mit Schriftstücken über die Geschichte des Dorfes und seiner Kirche.

Die Konstruktion des Turmes wurde in offener Holzbalkenkonstruktion ausgeführt, das Dach erhielt eine flache Satteldachform. Die 12 senkrecht stehenden Balken wurden beim Abriss einer Bönshauser Scheune gewonnen. Der Entwurf stammt von dem Braunschweiger Architekten Dr. Wolfgang Lehne. Die Statik wurde vom IfS Halberstadt berechnet. Das Fundament wurde von der Firma Stratie, Blankenburg, ausgeführt. Der Turm selbst wurde vom Zimmereibetrieb Adams aus Schachdorf Ströbeck errichtet. Die Läuteanlage und Glockenaufhängung stammt von der Firma Wolfgang Schmidt aus Berlin.

Langenstein, den 17.5.2004, Christoph Hackbeil, Superintendent

 

Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge

Unweit vom Ort befindet sich die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge. Jährlich einmal im April wird an die Befreiung des KZ Langenstein-Zwieberge, das ein Außenlager des KZ Buchenwald war, am 13.4.1945 erinnert. Überlebende des KZ und ihre Familien sind bei den „Tagen der Begegnung“ bei Langensteinern zu Gast und kommen zum Gespräch auch im Pfarrhaus zusammen.

Prägend für das Langensteiner Gemeindeleben ist die gute ökumenische Zusammenarbeit mit der Katholischen Gemeinde. Das findet in der Bibelwoche, dem Erntedankfest, der Adventsfeier und weiteren ökumenischen Gottesdiensten seinen Ausdruck. Seit Weihnachten 2003 feiern die evangelischen Christen ihren Gottesdienst regelmäßig in der katholischen St. Franziskuskapelle.

 

Bilddokumentation Glockenturm Langenstein:

 

 

 

 

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