Ökumenisches Reformationsfest

31.10.2017

Auch zum diesjährigen besonderen Reformationsjubiläum gestalteten Thales Christen gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Bei der Begrüßung betonte Gemeindereferent Thomas Dammann, dass dies keineswegs überall möglich und auch noch immer nicht selbstverständlich ist.

In ihrer Dialogpredigt über Verse aus dem Matthäusevangelium (Mt. 10; 26 – 33) wiesen er und Pfarrer Ulrich Lörzer auf bestehende Ängste damals und heute hin, und dass sie oft aus Unwissenheit heraus entstehen. Freiheit bedeute, vor ihnen nicht wegzulaufen, sondern sich ihnen zu stellen und Abgrenzungen zu widerstehen. Beide ermutigten dazu, mit dem Glauben nicht hinter dem Berg zu halten.

Das Reformationsjubiläum habe noch keine Einheit erreicht und das sei auch nicht zu erwarten gewesen, aber anders als in früheren Jahrhunderten wurde nicht das Trennende sondern das Verbindende in den Mittelpunkt gestellt.

Frauen aus dem Chor hatten zuvor formuliert, was ihnen heute wichtig ist an Luthers Satz: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ und ihn für sich aktualisiert.

Die musikalische Leitung vom gemischten evangelisch-katholischen Chor und den Bläsern lag in den bewährten Händen von Kantorin Christine Bick, wobei die beiden Liturgen durchaus mithalten konnten, als sie den Psalm 46 im Wechsel sangen.

Die Stimmung beim anschließenden Abendbrot war gelöst und fröhlich; Zeichen dafür, dass man einander seit Jahren kennt und wertschätzt.

Der bekennende Gerne-Koch und Nicht-Bäcker Thomas Dammann hatte sich sogar an einem „Lutherkuchen“ versucht und das offensichtlich erfolgreich, denn am Ende war das Backblech leer.

Gut, wie viel Gemeinsames so unkompliziert möglich ist, und das nicht nur in Thale.

Ursula Meckel

Thale Reformationzoom
Thale Reformationzoom

Fotos: Wilhelm Nowak

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