"Hier stehe ich, ich kann auch anders ..."

27.10.2017

Es war eine doppelte Premiere zu der Superintendentin Angelika Zädow am Abend des 27. Oktobers 2017 die ca. 130 Besucher/innen im Halberstädter Dom begrüßte:
Der Professor für Ethik, Anthropologie und Theologie, Okko Herlyn, war zum ersten Mal in der Domstadt und es war der erste Kabarettabend, der in diesen heiligen Hallen stattfand.

Wie gewünscht wurde es ein wundervoller Abend mit Spannung und Witz und gekonnten Musikeinlagen. Der unkomplizierte Reisekünstler vom Niederrhein begeisterte damit, wie aufmerksam und klug er menschliche Verhaltensweisen beobachtete und beschrieb, ob beim Gottesdienst, im Kirchenchor oder am Stammtisch; er philosophierte ebenso darüber, was „normal“ ist wie über die Funktionsweise von Reißverschlüssen, Gesprächsthemen bei Frauentreffen oder einer „ökumenischen Seniorenweiberfastnacht“.

Er erwies sich als ein Meister der Rhetorik, animierte das Publikum zu Einsingeübungen, aber schlug auch ernste Töne an und ermunterte dazu, sich nicht klein machen zu lassen, sondern in die Dinge des Lebens einzumischen.

Okko Herlyn ist in unseren Breitengraden bisher leider wenig bekannt, dabei ist er seit den achtziger Jahren quer durch die Lande als literarischer Kleinkünstler in Kulturzentren, politischen und kirchlichen Szenen unterwegs, veröffentlicht Lyrik, Kurzprosa, kabarettistische Texte, neue geistliche Lieder und Hörfunkbeiträge, bekam mehrere Preise.

Schon der Titel seines Programms macht neugierig und lässt etwas von der liebevollen und angenehmen Art erahnen, mit der er seinen Mitmenschen einen Spiegel vorhält: „Hier stehe ich, ich kann auch anders. Wenig erbauliches Kabarett aus Kirche und andere Realsatiren“.

Die Hälfte seines Honorars hat er für den Domschatz gespendet – nicht nur dafür sei ihm ganz herzlich gedankt!

Ursula Meckel

Okko Herlynzoom
Okko Herlynzoom

Fotos: Ursula Meckel

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