Notfallseelsorge

Notfallseelsorge - „Erste Hilfe für die Seele“

Ein Unfall, der plötzliche Tod eines Angehörigen, ein Suizid, Naturkatastrophen oder ein Geschehen wie das Massaker in Erfurt ruft neben den Rettungskräften immer wieder und immer mehr auch Notfallseelsorger auf den Plan. Zielgruppen der ehrenamtlichen Tätigkeit sind sowohl die unmittelbar Betroffenen und ggf. deren Angehörige als auch die Rettungskräfte, die bei den Einsätzen immer wieder erheblichem Streß ausgesetzt sind.

Krisenintervention / Notfallseelsorge Bereich Quedlinburg

Wir sind ein Projekt in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Quedlinburg. Wir begleiten Menschen in der Akutphase, für die in einem Notfalleinsatz des Rettungsdienstes kaum jemand Zeit hat.
Alle 15 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in Hilfsorganisationen, im Rettungsienst, in Krankenhäusern und in der evangelischen Kirche tätig sind, arbeiten ehrenamtlich und haben für diese Aufgabe eine spezielle Zusatzausbildung erhalten.
Rund um die Uhr ist immer jemand in Bereitschaft. Die Alarmierung erfolgt durch die Rettungsleitstelle in Thale.
Die Betreuung für die Betroffenen ist stets kostenfrei!

In unserer Arbeit lassen wir uns von einem Selbstverständnis leiten, wie es die Notfallseelsorge- und Kriseninterventionsteams in Sachsen Anhalt formuliert haben.

Notfallseelsorge/ Krisenintervention in Sachsen/Anhalt

1. Selbstverständnis:

In der Notfallseelsorge/Krisenintervention sind ehrenamtlichen Mitarbeitern tätig, die auf fachlich fundierter Basis Menschen in akuten Notlagen und Krisensituationen, unabhängig von Konfession oder Weltanschauung, beistehen.

In den regionalen Teams arbeiten Mitarbeitern mit einer entsprechenden Zusatzausbildung für Notfallseelsorge/Krisenintervention zusammen, die meist in Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten, Berufsfeuerwehren, Krankenhäusern und in der evangelischen und katholischen Kirche hauptberuflich tätig sind.

Mitarbeiter von Notfallseelsorge/Krisenintervention übernehmen den Erstbeistand von Menschen, die nach einem Notfallereignis unter starken seelischen Belastungen lei-den oder unter akutem psychischen Schock stehen und nicht medizinisch - körperlich versorgt werden müssen und durch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste vermit-telt werden.

Notfallseelsorge/Krisenintervention versteht sich als Partner für Dienste, die in der
Regel schon vorher am Einsatzort handeln.

2. Einsatzindikationen: Wann kann Notfallseelsorge/Krisenintervention angefordert werden?

Mitarbeiter von Notfallseelsorge/Krisenintervention stehen bei

  • nach vergeblicher Reanimation I Tod im häuslichen Bereich/ Sui-zid
  • Menschen unter akuten seelischen Schock (z.B. bei schweren Unfällen, Feuer, etc.)
  • nach dem Tod eines Kindes
  • Sterbenden bei Unglücksfällen
  • Opfern von Gewalttätigkeiten, Vergewaltigungen und Familientragödien
  • Überbringen von Todesnachrichten gemeinsam mit der Polizei

Diese Arbeit ist eine präventive Maßnahme gegen mögliche schwere psychische Folgeschäden, die durch ein traumatisches Ereignis ausgelöst werden können.

3. Wie wird Notfallseelsorge/Krisenintervention angefordert?

Notfallseelsorge/Krisenintervention kann durch alle Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei rund um die Uhr angefordert werden.
Es besteht eine 24–stündige Rufbereitschaft.
Die Alarmierung erfolgt immer über die jeweilige Rettungsleitstelle des
Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt.
Die Einsätze sind kostenfrei.
Im Einzelfall und bei Bedarf können je nach Einsatzfähigkeit weitere Mitarbeiter
angefordert werden.

Wünschen Sie weitere Informationen oder sind Sie an einer Mitarbeit im Notfallseelsorgteam des Bereiches Quedlinburg interessiert, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse: (Pfarrer Zentner)pfarrer@klinikum-quedlinburg.de oder über das DRK Quedlinburg: 03946-770011

Pieta
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